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Gründung einer Firma in Deutschland – aber in welcher Form?   arrow

Gründung einer deutschen Firma? Welche Rechtsform passt zu Ihnen?

INDIPA hat in den letzten Jahren weit mehr als 100 Firmenansiedlungen in Deutschland erfolgreich begleitet! Da die Ansiedlung eines Unternehmens in Deutschland noch immer ein formalisierter und papierbasierter Prozess ist, hat INDIPA alle Prozessschritte optimiert, so dass der Aufwand für die expandierenden Unternehmen gering ist. Viele Firmeninhaber denken bei internationaler Expansion in erster Linie an die Gründung einer „GmbH“ und treten mit der Bitte um professionelle Begleitung an uns heran. Die Gründung einer „GmbH“ ist aber nur eine von mehreren Möglichkeiten, um sich auf dem deutschen Markt zu platzieren. Es bieten sich verschiedene Organisationsformen an, um in Deutschland aktiv zu werden.

 

Zunächst stellt sich die Frage, wer das deutsche Unternehmen gründen will. Für Privatpersonen bieten sich andere Möglichkeiten als für Unternehmen. Wenn es sich bspw. um ein Schweizer Unternehmen handelt, das lediglich eine Filiale in Deutschland eröffnen möchte, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Wie der Name schon sagt, kann man eine selbstständige Filiale („selbstständige Zweigniederlassung“) oder eine unselbstständige Filiale (“unselbständige Zweigniederlassung” oder auch „Betriebsstätte“) eröffnen. Soll dagegen eine selbstständige deutsche Gesellschaft gegründet werden, kann man zwischen verschiedenen Rechtsformen wählen. In der Praxis kommen am häufigsten die zwei Rechtsformen „GmbH“ und „UG“ zum Tragen. Die größere „AG“ spielt für die meisten kleinen und mittelständischen, niederländischen Unternehmen keine Rolle. In jedem Fall gilt, dass die Ansiedlung in Deutschland noch ein formalisierter und papierbasierter Prozess ist und eine Gründung online nicht möglich ist.

Warum die Gründung einer „GmbH“ in der Regel attraktiver ist als die Errichtung einer „UG“ stellen wir im Folgenden dar.

Was macht eine „GmbH“ als juristische Person so attraktiv?

  1. Die „GmbH“ („Gesellschaft mit beschränkter Haftung“)

Gemeinsamkeiten  zwischen einer „Schweizer GmbH“ und einer „Deutschen GmbH“

Zunächst haben die Deutsche und die Schweizer GmbH viele Ähnlichkeiten. So ist bspw. eine „GmbH“ nicht börsennotiert, sondern in Privatbesitz. Mit anderen Worten, die Anteile einer „GmbH“ sind nicht frei handelbar sondern an eine Person gebunden. Ein anderer, vielleicht noch interessanter Aspekt ist die beschränkte Haftung der Gesellschafter auf ein Stammkapital von 25.000 €. Die „GmbH“ wird durch einen Notar gegründet und basiert auf einem Dokument mit dem Namen „Gesellschaftsvertrag“, der inhaltlich dem Aufbau eines Statuts der Schweiz sehr ähnelt (und in dem Sitz, Geschäftszweck, Gesellschafter, Geschäftsführer etc. benannt sind).

Diese Gemeinsamkeiten zwischen einer deutschen und einer Schweizer GmbH führen dazu, dass sich die meisten Schweizer vergleichsweise sicher fühlen mit dieser Gesellschaftsform.

Unterschiede zwischen der deutschen und der Schweizer „GmbH“ 

Ein Unterschied zwischen der deutschen GmbH und der Schweizer GmbH ist der, dass Geschäftsführer einer deutschen GmbH nur „eine natürliche Person“ (also ein Mensch) sein kann, wohingegen auch eine juristische Person (z.B. eine andere GmbH) sein kann. Ferner ist für die Gründung einer „GmbH“ ein Startkapital von mindestens 25.000,-€ notwendig sind, während zur Gründung einer Schweizer Firma 20.000,000 Franken Startkapital vorhanden sein müssen. Von diesen 25.000,-€ muss mindestens die Hälfte direkt bei der Gründung hinterlegt, also in der Praxis auf ein Bankkonto eingezahlt werden. Auch bei der Privathaftung der Geschäftsführer gibt es leichte Unterschiede. Die Regelungen in der Schweiz gehen hier, allgemein gesprochen, weiter als in Deutschland.

Als “kleine Schwester” der GmbH gibt es in Deutschland die sogenannte UG. Bei dieser reicht ein Stammkapital von 1,-€ zur Gründung aus.

 

  1. Die „UG“ (“Unternehmensgesellschaft haftungsbeschränkt“)

 

Mindest-Stammkapital in Höhe von 1,-€

Der Vorteil einer deutschen „UG“ ist, dass diese mit einem sehr geringen Startkapital gegründet werden kann. Gleichzeitig birgt das aber den Nachteil, dass die „UG“ in Deutschland kein sonderlich hohes Ansehen genießt. Wenn man bedenkt, dass diese Rechtsform finanziell betrachtet nicht viel Substanz hat, ist es auch nicht verwunderlich, dass man dieser Rechtsform eher skeptisch gegenübersteht.

Auch  muss man bedenken, dass eine „UG“ 25% des Gewinns ansparen muss, so lange bis die 25.000,-€ Stammkapital kumuliert wurden. Dann wird die UG umfirmiert in eine GmbH.

 

Wie wichtig ist das Ansehen?

Deshalb muss sich der Gründer einer „UG“ fragen, wie wichtig ihm das Ansehen der zu gründenden deutschen Unternehmung im Geschäftsbetrieb  ist. Werden relativ preisgünstige Produkte oder  Dienstleistungen verkauft oder bezahlt der Kunde erst nach Empfang der Ware oder Dienstleistung, dann wird das vergleichsweise schwächere Ansehen der „UG“ keine allzu große Rolle spielen. Werden dagegen hochwertigere Produkte oder Dienstleistungen oder sehr langlebige Waren verkauft, spielt das Ansehen eine deutlich größere Rolle. Deutsche Kunden möchten sicher sein, dass der Geschäftspartner auch nach etlichen Jahren noch zur Verfügung steht. Vor diesem Hintergrund wird die „GmbH“ also die bessere Wahl sein.

 

Damit ist nicht gesagt, dass die „UG“ keine sinnvolle Unternehmensform ist. Für Unternehmer, die nur wegen bestimmter Formalitäten eine deutsche Rechtspersönlichkeit benötigen, kann die „UG“ eine geeignete Rechtsform sein. Darüber hinaus kann eine „UG“ umgewandelt werden in eine „GmbH“. Man muss dabei nur bedenken, dass die Umwandlung nicht nur mit der Hälfte des notwendigen Stammkapitals von 25.000,- erfolgen kann, sondern mit Umwandlung das gesamte Mindeststartkapital eingebracht werden muss. Und darüber hinaus muss man erneut den Weg über den Notar beschreiten.

Sollte der Gründer nicht ein ausländisches Unternehmen, sondern eine Privatperson sein, kann er neben der „GmbH“ und der „UG“ auch ein Einzelunternehmen gründen:

  1. Das „Einzelunternehmen“ (auch „Einzelkaufmann“ genannt)

Vergleichbar mit dem Schweizer „Einzelunternehmen“ kann auch in Deutschland ein „Einzelunternehmen“ gegründet werden.

Der Unterschied zwischen einer „GmbH“ und einem „Einzelunternehmen“

Der bedeutendste Unterschied zwischen einer „GmbH“ und einem „Einzelunternehmen“ besteht darin, dass man als „Einzelunternehmen“ mit dem gesamten Vermögen, also auch mit dem Privatvermögen, haftet. Ein weiterer Unterschied ist, dass ein „Einzelunternehmen nicht den Weg über den Notar gehen muss und kein Startkapital von 25.000,-€ nachweisen muss. Und ein „Einzelunternehmen“ kann nur eine natürliche Person sein. D. h. ein ausländisches Unternehmen kann keine deutsche Firma in Form eines „Einzelunternehmens“ gründen.

Registrierung eines „Einzelunternehmens“

Der selbstständige Unternehmer muss sich in der Stadt anmelden, in der er seinen Geschäftssitz hat. Eine Registrierung im Handelsregister ist nicht erforderlich, jedoch möglich. In diesem Fall wird zum Firmennamen noch der Zusatz „e.K.“ („eingetragener Kaufmann“) hinzugefügt. Dieser vermittelt einen sicheren und professionellen Eindruck.

 

INDIPA’s Rolle

 

Erwägen Sie auch als Selbstständige/r mit Ihrem Unternehmen in Deutschland Geschäfte zu machen? Dann stehen Sie vor einer Menge Fragen und Entscheidungen. INDIPA kann Ihnen dabei helfen. Mit unserer jahrelangen Erfahrung haben wir auf viele Fragen bereits eine Antwort. Für alle übrigen Fragen finden wir sicher gemeinsam eine Lösung.

INDIPA unterstützt Sie gerne bei der Gründung einer “GmbH”, einer “UG” oder auch eines Einzelunternehmens.  Als vollkommen neutrale Partei nehmen wir Ihnen alle administrativen Hürden ab und bereiten – nach reiflicher Überlegung – alles Nötige für Sie vor. Wir organisieren einen Tag, an dem Sie als Gründer anwesend sein müssen, um die notariellen Urkunden und die Eröffnung Ihres Bankkontos zu unterzeichnen.

Darüber hinaus begleiten wir Sie gerne beim Besuch des Notares und für die exakte Abstimmung bezüglich der Übersetzung der Notarverträge sowie beim Besuch der Bank, um das Geschäftskonto für die “GmbH i. Gr.” (“GmbH in Gründung”) zu eröffnen. Wenn Sie möchten, können Sie unsere Büro-Adresse für den Sitz Ihres deutschen Unternehmens verwenden. Sind Sie interessiert? Dann lesen Sie mehr unter: https://indipa.ch/wir-bieten/deutsche-geschaeftsadresse-undoder-telefonnummer/.

Wenn Sie sich als “Einzelkaufmann” registrieren möchten, steht Ihnen INDIPA natürlich auch gerne zur Verfügung. Nehmen Sie auch hierzu gerne Kontakt mit uns auf.

Letztlich hat INDIPA auch für die Errichtung einer “unselbstständigen Niederlassung“ ein passendes Angebot:  Gerne stellen wir Ihnen eine Deutsche Geschäftsadresse zur Verfügung. Lesen Sie mehr unter:https://indipa.ch/wir-bieten/deutsche-geschaeftsadresse-undoder-telefonnummer/.

Auch nach der Gründung einer “GmbH” oder “UG” oder der Registrierung als “Einzelkaufmann” stehen wir Ihnen gerne als professioneller Partner mit Rat und Tat zur Seite. So übernehmen wir z. B. den Vertriebsinnendienst für unsere Kunden. Oder wir unterstützen Sie dabei, Ihre Firma in Deutschland administrativ erfolgreich zu führen und nicht im „deutschen Behördendschungel“ stecken zu bleiben!